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added: Wed, 28th September 2005 | 253 views | 0x in favourites
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DIENSTRAUM Mediamondo is a linklog about media.
Callactive GmbH vs. Niggemeier II
Niggemeier legt Berufung ein: «Würde sich das Rechtsverständnis des Hamburger Landgerichts, wie es sich in vielen Entscheidungen zeigt, durchsetzen, wäre das das Ende der offenen Diskussion in Foren, Blogs und Online-Medien.»
George Galloway on the O'Reilly Factor
«It's not a Yes or No Question.»
AllThingsD
Ein neues Medienprojekt des WallStreet Journals mit Walt Mossberg: «It is a fusion of different media styles, different topics, different formats and different sources.»
Print-Journalisten werden nicht müde und beschwören einen imaginären Antagonismus zwischen traditionellen Medien und Weblogs. Einmal wird die unübersichtliche «Schwarmintelligenz» des Web 2.0 der professionelle Analyse und zuverlässigen Information der «Qualitätszeitungen» gegenübergestellt. Ein anderes Mal bedrohen die geklauten Fast-News der «Web 2.0-Blogger» den «Slow Journalismus» der guten alten, nach Papier duftenden Magazine.
Die Gegenüberstellungen haben eine absurde Komponente, da sie implizieren, dass Weblogs den Anspruch haben, die Tageszeitungen oder gar den Magazinjournalismus zu ersetzen. Auch ich liebe die guten alten Wochen- oder Monatsmagazine und nach anfänglichen Vorurteilen ist mir sogar der Economist ans Herz gewachsen. In seinem Plädoyer für den «langsamen Journalismus» erwähnt Daniel Weber, Chefredakteur von NZZ Folio, die grossen amerikanischen Vorbilder: der New Yorker, Atlantic Monthly und die Vanity Fair. Die deutsche Ausgabe der Vanity Fair will er explizit nicht dazu gezählt wissen. Und man fragt sich: Wo sind die grossen Projekte des «langsamen« deutschsprachigen Journalismus seit dem Scheitern von TransAtlantik und Spiegel Reporter? Die ins Magazin geschrumpfte Weltwoche? Cicero aus dem Hause Ringier? Oder etwa Monopol? Als ob die Weblogs die Verhinderer des anspruchsvollen Journalismus wären.
Webers Kollegen vom Westschweizer L'Hebdo haben mit ihrem Bondyblog bewiesen, dass sich Weblogs für journalistische Experimente einsetzen lassen, die über das «mediale Grundrauschen» hinausgehen. Anregend in diesem Zusammenhang ist auch die These von Bruno Giussani, der Verlegern von Magazinen empfiehlt, weiterhin möglichst alle Ressourcen darauf zu verwenden, guten (langsamen) Journalismus zu produzieren. Gleichzeitig sollen die Verleger jedoch allen Journalisten ein Weblog einrichten, um die Beziehung zu den Lesern interaktiver zu gestalten.
Dass es nicht darum gehen kann die Ansprüche eines Magazinjournalisten mit denjenigen eines Bloggers gleichzusetzen, hat zumindest die NZZ treffend beschrieben. Mit den Weblogs ist im Internet ein Backchannel enstanden, dessen Mitglieder am Ende des Tages ihre Beiträge nicht als Magazin gedruckt sehen wollen, sondern die Möglichkeit nutzen, ihre Stimme an ein «Mikro-Publikum» zu richten.
Das Internet hat keine publizistischen Schwergewichte entstehen lassen, die den etablierten Medienhäusern auf Augenhöhe entgegentreten könnten. Es ist aber Raum entstanden, in dem sich Millionen von Amateur-Journalisten mit ihrem Mikro-Publikum in ein eigenes Medien- Subsystem zurückziehen können. Diese Subsysteme kann man nicht konkurrenzieren, aber vielleicht integrieren.
in NZZ: Die Geschichte der Zukunft der Zeitung
Hier geht's weiter:
Medienspiegel.ch: Slow Journalism
WOZ Medientagebuch: Auf Abwegen
NZZ: Die Geschichte der Zukunft der Zeitung
You block YouTube at your peril (IHT)
«Governments that fail to understand the futility of efforts to block Internet access and put little faith in the public's ability to consume responsibly will only generate resentment and their own isolation in an age of inevitable, borderless flow of information.»
United States Holocaust Memorial Museum and Google Earth
«The first project of the Museum’s Genocide Prevention Mapping Initiative that will over time include information on potential genocides.»
Im Bett mit Don Alphonso (St. Burnster)
Ein Interview mit dem «deutschen Meister im Hineinbetonieren».
Web Site Audience Profiles from Quantcast
Ausprobiert mit spiegel.de (rank 10,038).
News accuracy in covering Israel-Lebanon conflict questioned (The Daily Bruin)
«AbuKhalil questioned the quality of training for foreign correspondents, who often rove over several countries without committing residence to any of them for too long (...): I don’t know one American foreign correspondent who can interview in Arabic. This is a major failing.»
Wie Microsoft einerseits erfolgreich im Unternehmen das Bloggen fördert und andererseits in umfangreichen Dossiers ihre Mitarbeiter auf bevorstehende Interviews vorbereitet:
«Yet the old company culture is not gone, as evidenced by an executive briefing memo from Microsoft's PR firm, Waggener Edstrom, that Vogelstein was inadvertently sent in the body of a scheduling email. At nearly 6,000 words, it's an amazing document and a telling counterpoint to the laissez-faire spirit of the open blogging initiative.»
in The Long Tail: The Microsoft Memo: Some choose radical transparency, some have it thrust upon them
Die Geschichte haben:
Das CIO Weblog: Microsoft-Dossier über bloggenden Journalisten
Wired: Operation Channel 9
Alltag Überwachung (netzjournalismus.de)
Der Dokumentarfilm von Fiete Stegers und Roman Mische kan nun in der Komplettfassung (45 min.) heruntergeladen werden.
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